Statistik der Unternehmensstruktur

Leichte Zunahme der Beschäftigung in Graubünden

Unlängst hat das Bundesamt für Statistik die Resultate der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) 2017 publiziert. Diese Basisstatistik dient primär zur Beobachtung der langfristigen, strukturellen Wirtschaftsveränderungen. Die neuen Daten zeigen für Graubünden einen leichten, aber unterdurchschnittlichen Anstieg der Beschäftigung im Jahr 2017.

Von Patrick Casanova | Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden Fr, 06.09.2019

2017 in Kürze

Ende 2017 arbeiteten im Kanton Graubünden in 20'731 Arbeitsstätten 128'531 Beschäftigte, was 99'432 Vollzeitäquivalenten (=Arbeitsplätze à 100 Prozent) entspricht. Das durchschnittliche Arbeitspensum beträgt somit 77.4 Prozent, vor allem im tertiären Sektor ist Teilzeitarbeit stark verbreitet. 71 Prozent aller Arbeitsplätze im Kanton befinden sich im Dienstleistungssektor.

 

Beschäftigungszunahme 2017 unterdurchschnittlich

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Beschäftigten 2017 in Graubünden um 822 Personen zugenommen, was einem Wachstum von 0.6 Prozent entspricht. Die Entwicklung verlief 2017 somit weniger dynamisch als in der ganzen Schweiz.

 

Im gesamten Betrachtungszeitraum 2011–2017 hat die Beschäftigung in Graubünden um +3.1 Prozent zugelegt; einzig die Kantone Obwalden, Schaffhausen, Uri und Glarus verzeichneten in dieser Phase ein geringeres Wachstum. In der Schweiz beträgt die Zunahme in diesem Zeitraum +6.4 Prozent.

 

Sämtliche Sektoren 2017 im Plus, langfristiges Wachstum der Dienstleistungen

2017 hat die Beschäftigung in allen drei Wirtschaftssektoren zugenommen; am stärksten war der Anstieg mit 0.8 Prozent im Tertiärsektor, gefolgt vom Primärsektor mit 0.4 Prozent und dem Sekundärsektor mit 0.3 Prozent.

 

Positiv entwickelt sich auch in Graubünden vor allem der Dienstleistungssektor mit einem totalen Wachstum von 4.7 Prozent zwischen 2011 und 2017. Während im Gewerbe und der Industrie die Beschäftigung in diesem Zeitraum praktisch stagnierte, verzeichnete der Primärsektor eine Abnahme um 6.6 Prozent.

Grösstes Beschäftigungswachstum in der Region Moesa, deutlichste Verluste in der Region Maloja

44 Prozent aller Arbeitsplätze konzentrieren sich in den drei nördlichen Bündner Regionen Landquart, Plessur und Imboden, dies entspricht auch etwa dem Bevölkerungsanteil dieser drei Regionen. 

Im gesamten Betrachtungszeitraum seit Beginn der neuen Erhebung 2011 deutlich am stärksten zugelegt hat die Beschäftigung prozentual in der Region Moesa mit +24.1 Prozent, gefolgt von den Regionen Bernina, Landquart und Viamala. In vier Regionen entwickelte sich die Beschäftigung rückläufig, am stärksten in der Region Maloja (-3.3 Prozent).

 

Detaillierte Werte für alle Gemeinden und Regionen Graubündens finden sich beim AWT unter Statistik und Register – Unternehmen.