Pflegeheimbetrieb

Personal

Die Bündner Pflegeheime beschäftigten rund 4300 Personen im Umfang von ca. 2450 Vollzeitstellen. Rund die Hälfte der Stellenprozente werden für Pflegeleistungen, etwas über 10 Prozent für Betreuungs- und rund 2 Prozent für Pensionsleistungen aufgewendet. Der Rest entfällt mehrheitlich auf die Bereiche Haus- und technischer Dienst sowie die Verwaltung, wie untenstehende Tabelle verdeutlicht.

Seit 2014 ist der Personalbestand insgesamt konstant geblieben, hat sich aber in einzelnen Regionen unterschiedlich entwickelt.

Die Pflegezeit pro Vollzeitäquivalent mit durchschnittlich rund 570 Stunden ist ebenfalls in den letzten Jahren konstant. Im Vergleich zu 2011, als dieser Wert noch bei 646 Stunden lag, hat der (verrechenbare) Anteil an pflegerischen Leistungen im Vergleich zu anderen Aufgaben jedoch abgenommen.

Personalbestand und Pflegezeit pro VZÄ je Heimregion, 2018

Personalbestand und Pflegezeit pro VZÄ je Heimregion, 2018

Daten: Gesundheitsamt GR
Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann die Summe vom angegebenen Total abweichen.

Finanzen

Die Kosten im Pflegeheimbereich liegen bei jährlich insgesamt rund 250 Mio. Franken und somit leicht über dem Ertrag von jährlich rund 240 Mio. Franken, wie dies aus untenstehender Tabelle hervorgeht. Somit resultiert ein Kostendeckungsgrad von rund 95 Prozent. In den einzelnen Heimregionen stellt sich die Ergebnislage unterschiedlich dar; jedoch können in der Mehrheit der Pflegeheimregionen die Heime nicht kostendeckend betrieben werden (bei mehreren Heimen in einer Region kann sich die Situation je Heim unterschiedlich präsentieren).

Betriebskosten, Betriebserlös und Deckungsgrad auf Ebene der Pflegeheimregionen, 2018

Daten: Gesundheitsamt GR
Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann die Summe vom angegebenen Total abweichen. Bei den ausgewiesenen Werten handelt es sich um Zahlen der Kostenrechnung. Diese verwendet für die Abschreibungen und Kapitalzinsen die kalkulatorischen und nicht die effektiven anfallenden Kosten, was gerade bei Heimen mit älterer Gebäudesubstanz und im heutigen Tiefzinsumfeld dazu führt, dass Aufwand und Defizit tendenziell überschätzt werden.

Die Ertragsstruktur spiegelt sich auf der Kostenseite. Untenstehende Abbildung zeigt die Zusammensetzung der durchschnittlichen Kosten eines Belegungstags von rund 300 Franken.

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Die durchschnittlichen Kosten pro Belegungstag haben seit 2011 um mehr als 10 Prozent zugenommen, wie untenstehende Grafik zeigt. Treiber dieses Kostenanstiegs sind vor allem die Pensions- und Betreuungskosten.

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