Die Bündner Bergbahnen verzeichnen einen Umsatzeinbruch über die Festtage von knapp 23 Prozent.

Weniger Umsatz wegen Corona

17 Prozent weniger Gäste und knapp 23 Prozent weniger Umsatz. Das ist die Bilanz der Bündner Bergbahnen seit Saisonstart bis Ende Dezember. Damit ist der Aufwärtstrend der letzten beiden Wintersaisons coronabedingt gebrochen.

Von Redaktion GRimpuls Mo, 04.01.2021

Trotz des Umsatzrückgangs zeigt sich Bergbahnen Graubünden (BBGR) überzeugt, dass die Offfenhaltung der Skigebiete über die Feiertage sowohl für die Gesundheit der Gäste als auch die Bündner Volkswirtschaft eine ausgewogene Lösung war. Mit der Verkaufbeschränkung der Tageskarten um einen Drittel seien grössere Menschenansammlungen vermieden worden und die Gäste hätten sich in der Fläche verteilt, wie Bergbahnen Graubünden in einer Mitteilung schreibt.

Die Rückgänge von 22,8 Prozent beim Transportumsatz und 17 Prozent bei den Gästezahlen bedeuten auch gegenüber dem langjährigen Schnitt ein deutliches Minus, heisst es in der Mitteilung weiter. Über den gesamten Kanton gesehen betragen die Rückgänge 6,2 respektive 7,4 Prozent im Fünf- und Zehnjahresdurchschnitt. 

Allerdings sind diese Zahlen regional sehr unterschiedlich. Diese seien durch den unterschiedlichen Saisonbeginn zu erklären. Ausserdem hätten sich im Unterengadin der Einfluss der geschlossenen Anlagen in Ischgl sowie in der Surselva derjenigen von Andermatt bemerkbar gemacht.

Demgegenüber verzeichneten die Destinationen Mitte inklusive Arosa/Lenzerheide im Fünfjahresdurchschnitt ein Plus von 6,4 Prozent und Davos Klosters von drei Prozent. Generell lasse sich festhalten, dass die Berbahnen nach zweijähriger Entspannung wieder zurück auf dem Niveau eines schneearmen und konjunkturell bedingt schwachen Jahres sei, schreibt Bergbahnen Graubünden.

Für ihre entgangenen Umsätze fordern die Bergbahnen nun Entschädigungen von Kanton und Bund. Verhandlungen seien im Gange, Details aber noch nicht spruchreif, heisst es von Seiten der BBGR.