Das Geschäftsjahr des Energieunternehmens war geprägt durch Corona.

Solides Jahresergebnis von Repower

Für das Geschäftsjahr 2020 weist die Repower AG einen Gruppengewinn von 41 Millionen Franken aus, rund 18 Prozent tiefer als noch im Vorjahr. Insgesamt spricht das Bündner Energieunternehmen von einem soliden Ergebnis.

Von Redaktion GRimpuls Do, 08.04.2021

Das Geschäftsjahr sei auch für Repower stark unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie gestanden, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die betrieblichen Schutzmassnahmen seien frühzeitig und rasch umgesetzt worden, die Digitalisierung der Arbeitsabläufe habe durch die Pandemie einen zusätzlichen Schub erhalten.

Zwar schliesst das operative Betriebsergebnis (EBIT) mit 77 Millionen Franken um 18 Prozent besser ab als im Vorjahr, doch der Gruppengewinn sind auf 41 Millionen Franken. Dies sei vor allem auf die steuerlichen Verlustvorträge zurückzuführen, die in den vergangenen Jahren geltend gemacht werden können und nun aufgebraucht seien, heisst es in der Mitteilung weiter.

Unter der Pandemie gelitten hat auch die Gesamtleistung der Repower-Gruppe, die mit 1,7 Milliarden Franken elf Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. Diese Abnahme sei vor allem eine Folge des Nachfragerückgangs bei kleineren und mittleren Unternehmen in Italien während der ersten Pandemiewelle, schreibt Repower.

Mehr Wasserkraft, weniger Wind

Die gesamte Eigenproduktion von Repower belief sich im vergangenen jähr auf 2951 Millionen Kilowattstunden. Dabei war die Stromproduktion der Windanlagen in Italien wegen ungünstiger Windbedingungen unterdurchschnittlich. Demgegenüber fiel die Wasserproduktion aus eigenen Anlagen rund zehn Prozent höher aus als im langjährigen Mittel.

Überdurchschnittliche Niederschlagsmengen in den Monaten Juni, August und Oktober sowie eine regelmässige Schneeschmelze habe die Hydroproduktion begünstigt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Hohe Investitionen in erneuerbare Energien

Repower Renewable, die Gesellschaft, die Produktionsanlagen für erneuerbare Energien in Italien entwickelt und betreibt, hat ihr Portfolio im vergangenen Jahr stark ausgebaut. So wurden zwölf weitere Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 14,3 Megawatt in Betrieb genommen.

Photovoltaikanlage auf dem Dach der Abwasserreinigungsanlage Oberengadin in S-chanf. (Bild Repower)

 

Im November nahm Repower die grösste Photovoltaikanlage im Engadin in Betrieb. Die Anlage mit einer Leistung von 1,1 Megawatt befindet sich auf dem Dach der Abwasserreinigungsanlage Oberengadin (ARO) in S-chanf.

Ausserdem hat Repower im letzten Sommer mit der Erneuerung des Wasserkraftwerks Robbia begonnen. Bis 2023 wird dieses Kraftwerk komplett erneuert. Die Investitionen belaufen sich auf rund 125 Millionen Franken.

Nachdem die Strompreise coronabedingt im letzten Frühling einen Tiefpunkt erreicht hatten, erholten sich diese bis Ende Jahr wieder. Auch für das laufende Jahr rechnet Repower damit, dass die spezifischen Risiken der Covid-19-Pandemie bestehen bleiben. Wesentliche Risikofaktoren seien etwa Preis- und Volumeneffekte sowie mögliche Forderungsausfälle, schreibt das Unternehmen. 

Trotzdem erwartet Repower für 2021 eine Erholung der Wirtschaftslage in der Schweiz und in Italien. Insbesondere das italienische Vertriebsgeschäft dürfte davon profitieren, heisst es in der Mitteilung weiter.