Investitionen von 125 Millionen Franken für Kompletterneuerung

Repower erneuert das Wasserkraftwerk Robbia

In den kommenden drei Jahren wird das Wasserkraftwerk Robbia in der Valposchiavo komplett erneuert. Der Baustart ist für Ende Juni vorgesehen, nachdem er wegen der Coronapandemie verschoben werden musste.

Von Redaktion GRimpuls Di, 16.06.2020

Die Gesamterneuerung des Kraftwerks Robbia sei die grösste Erneuerungsinvestition in der Geschichte des Unternehmens, teilt Repower in einer Mitteilung mit. Die Investitionen belaufen sich auf 125 Millionen Franken, die Inbetriebnahme des gesamterneuerten Wasserkraftwerks sei auf Ende 2023 vorgesehen.

Die Erneuerung umfasst die gesamte Kraftwerksanlage von den Wasserfassungen bis zum Auslauf, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das Kraftwerk wurde vor über 100 Jahren gebaut und bezeichnete den Start der Wasserkraftnutzung der oberen Stufe im Puschlav. Nach Erweiterungen im Jahr 1921 sowie zwischen 1940 und 1945 wurde es später immer wieder revidiert und modernisiert.

Um den langfristigen Weiterbetrieb des Kraftwerks sicherstellen zu können, sei nun aber eine umfassende Erneuerung nötig, hat Repower fest. Damit sichere das Unternehmen die zuverlässige Stromproduktion im Puschlav mit 100 Prozent erneuerbarer, heimischer Wasserkraft für zukünftige Generationen.

Starkes Bekenntnis zur Wasserkraft

Mit der Erneuerung des Kraftwerks kann die jährliche Stromproduktion laut Repower um rund zehn Prozent auf 120 Gigawattstunden erhöht werden. Damit leiste das Kraftwerk Robbia einen wertvollen Beitrag an die Energiestrategie 2050, die neben dem Ausbau der Wasserkraft auch den Erhalt der bestehenden Wasserkraftwerke zum Ziel habe. Der Bund leistet deshalb an die Gesamterneuerung einen Investitionsbeitrag.

«Die grösste Erneuerungsinvestition von Repower seit ihrer Gründung ist ein starkes Bekenntnis zur Bündner Wasserkraft», wird Repower-CEO Roland Leuenberger zitiert. Die Investitionen würden ausserdem Arbeitsplätze in der Valposchiavo sichern und seien für den Kanton Graubünden von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung, so Leuenberger weiter.