communicaziun.ch und die Handweberei Tessanda gewinnen den Prix Montagne 2020

Prix Montagne 2020: Graubünden räumt ab

Der mit 40'000 Franken dotierte Prix Montagne geht in diesem Jahr an die Kommunikationsagentur communicaziun.ch in Ilanz. Der Publikumspreis geht an die Münstertaler Handweberei Tessanda. Die Preise wurden heute Donnerstag in Bern von Bundesrat Guy Parmelin übergeben.

Von Redaktion GRimpuls Di, 15.12.2020

Bereits zum zehnten Mal zeichneten die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe wirtschaftlich erfolgreiche Projekte und Unternehmen aus dem Berggebiet aus. Und erfolgreich waren in diesem Jahr zwei Unternehmen aus Graubünden.

Communicaziun.ch, der Kommunikationsdienstleister mit seinem Team aus insgesamt 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffe es immer wieder, Kundenbudgets aus der ganzen Schweiz in die Surselva zu holten, begründete die Jury ihre Wahl. Begeistert vom Gewinnerprojekt zeigte sich auch Jury-Präsident Bernhard Russi. «Ein Arbeitgeber wie communicaziun.ch ist Gold wert in einer Randregion», wird Russi in einer Mitteilung zitiert, «gerade für junge Menschen, die sich in einem modernen Berufsumfeld entfalten wollen.»

Unternehmensgründer Armin Spescha widmete den Preis seinem Team. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten in den letzten Jahren Unglaubliches geleistet und damit das Unternehmen auf Erfolgskurs gehalten. Die Anerkennung gebühre deshalb vor allem ihnen.

Publikumspreis geht ins Münstertal

Der mit 20'000 Franken dotierte Publikumspreis Prix Montagne geht an die Handweberei Tessanda. Die grösste Schweizer Handweberei habe nicht nur die Jury, sondern auch eine Mehrheit der rund 6500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Online-Abstimmung überzeugt. 

«Die 90-jährige Tessanda fördert auf wunderbare und beeindruckende Weise den Erhalt von Kulturgut und sichert hochwillkommene Arbeitsplätze, die für die Leute im Tal heute genauso wichtig sind wie zu den Gründungszeiten», sagte Dorothea Strauss, Leiterin Corporate Social Responsibility bei der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft, an der Preisverleihung. 

Insgesamt wurden 2020 42 Projekte für den Prix Montagne eingereicht. Daraus wählte eine Jury die sechs Nominierten aus, aus denen letztlich die Sieger erkoren wurden.

Das ist der Prix Montagne

Infobox

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe vergeben seit 2011 jährlich den Prix Montagne. Seit 2017 wird mit dem Publikumspreis Prix Montagne ein zusätzlicher Preis verliehen. Mit den zwei Preisen sollen Projekte aus dem Schweizer Berggebiet ausgezeichnet werden, welche direkt oder durch ihren Modellcharakter in idealer Art zur Wertschöpfung und Beschäftigungsentwicklung im Berggebiet oder zur Diversifikation der Wirtschaftsstrukturen beitragen.

Mit dem Prix Montagne werden primär Wertschöpfungs- und Diversifikationsprojekte ausgezeichnet. Studien, Konzepte und Infrastrukturprojekte kommen dagegen als Preisträger nicht in Frage. Ebenso wenig geht es um einen Innovationspreis, sondern um einen Preis für funktionierende, praktikable Projekte, welche Modellcharakter haben. Unter den Begriff «Projekt» fallen wirtschaftliche Aktivitäten verschiedenster Trägerschaften wie Unternehmen, Genossenschaften, Kooperationen, Vereine etc. Auch Teilbereiche oder einzelne Produkte eines Unternehmens bzw. einer wirtschaftlichen Aktivität können eingereicht werden.