HotellerieSuisse hat mit verschiedenen Partnern eine neue Form von Hotellerie-Kooperationen geschaffen.

Neue Plattform für Hotelkooperationen

Seit Anfang Jahr arbeitet der Branchenverband HotellerieSuisse mit Partnern wie der EHL Passugg und Repower an einer neuen Form der Hotellerie-Kooperationen. Entstanden ist die Plattform Hospitality Collaboration Lab. Hotels können sich schon bald an verschiedenen Kooperationsprojekten beteiligen.

Von Redaktion GRimpuls Mo, 26.09.2022

Kleinere Hotels haben oft eine Rentabilitätsprogem gegenüber grossen Häusern. Häufig würden Skalenvorteile und die Möglichkeit, Prozesse effizient zu gestalten und zu optimieren fehlen, heisst es in einer Mitteilung des Hospitality Collaboration Lab. HotellerieSuisse Graubünden habe das Potenzial von Kooperationen erkannt und arbeite seit Anfang Jahr zusammen mit der EHL Passugg und verschiedenen weiteren Partnern am Hospitality Collaboration Lab.

Ziel des Kooperationslabors sei es, Hotels aller Grössen  zusätzliche Synergien, gezielter Know-how-Gewinn und Kosteneinsparungen zu ermöglichen und dabei eine flexible, erweiterbare und bedürfnisgerechte Form der Zusammenarbeit zu finden. In der zweijährigen Entwicklungsphase bis Ende 2023 des Hospitality Collaboration Labs würden aktuelle Megatrends in der Hospitality-Branche und die Bedürfnisse der Bündner Hotellerie analysiert, Strossrichtungen skizziert und erste Kooperationsprojekte gestartet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Fachkräfte und Energie als drängende Themen

In einer Umfrage, welche im Juli 2022 durchgeführt wurde, wurden die drängendsten Fragen der Branche eruiert. Wenig überraschend stellten sich der Fachkräftemangel sowie Energie- und Nachhaltigkeitsthemen als jene Themen heraus, bei denen den Hoteliers vor allem der Schuh drückt.

Diese Stossrichtungen werden nun vom Hospitality Collaboration Lab mit verschiedenen Projektideen aufgegriffen. So werden im Bereich Energie und Nachhaltigkeit demnächst gemeinsame Pilotprojekte gestartet, bei denen die teilnehmenden Hotels ihre Stromkosten optimieren können oder der Einstieg ins Energie-Contracting vereinfacht wird. Und im Bereich Fachkräfte werde an Graubünden-Benefits für Mitarbeitende gearbeitet und es würden experimentelle Weiterbildungsformen für Hoteliers ausprobiert, schreibt das Hospitality Collaboration Lab weiter.

Breite Trägerschaft

Der Branchenverband HotellerieSuisse Graubünden habe die Initiative für das Projekt Hospitality Collaboration Lab ergriffen und zur Umsetzung eine enge Zusammenarbeit mit der Hotelfachschule EHL Passugg gesucht. Weitere wichtige Partner, darunter die Graubündner Kantonalbank und die Repower AG, unterstützen das Kooperationslabor.

In der Entwicklungsphase könne das Hospitality Collaboration Lab zudem auf die tatkräftige Unterstützung von einem Dutzend Bündner Hotels zählen. Das Projekt werde auch im Rahmen der «Neuen Regionalpolitik» vom Kanton Graubünden unterstützt.

Die Projektleitung unterliegt Brigitte Küng von Hanser Consulting AG, die bereits Erfahrung mit komplexen Kooperationsprojekten in der Hotellerie sammeln konnte. Bis Ende 2023 will das Hospitality Collaboration Lab den Tatbeweis erbringen, dass sich Kooperationen in ganz unterschiedlichen Themen für die teilnehmenden Hotels lohnen.