Graubünden geht in den Lockdown

Läden und Gastronomiebetriebe müssen schliessen

Ab Montag um 12 Uhr wird das öffentliche Leben im Kanton Graubünden massiv eingeschränkt. Einkaufläden und Gastronomiebetriebe müssen bis 30. April geschlossen bleiben.

Von Redaktion GRimpuls So, 15.03.2020

Die Regierung des Kantons Graubünden greift im Kampf gegen die Verbreitung des neuen Coronavirus damit zu drastischen Massnahmen. Mit diesen will die Regierung die Ausbreitung des Coronavirus noch konsequenter bekämpfen, wie sie in einer soeben versandten Mitteilung schreibt. Die Bevölkerung wird aufgerufen, ihre Mobilität auf das Notwendige zu beschränken.

Geschlossen bleiben müssen ab Montagmittag zwölf Uhr alle Restaurants, Bars, Cafés und Snack-Bars, die Gäste bewirten. Erlaubt sind Mahlzeitenlieferungen von Restaurants, Pizzakurieren etc. oder fliegende Verkaufsstände ohne Restauration und Verzehr vor Ort. 

Ebenfalls geschlossen bleiben müssen alle Warenhäuser und Detailhandelsgeschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden und -abteilungen, Apotheken, Drogerien, Banken, Postschalter, Kioske und Tankstellenshops. Medizinische Therapien sind weiterhin erlaubt, Kosmetik- und Wellnessbehandlungen jedoch nicht.

Ebenfalls verboten werden sämtliche religiösen Versammlungen. Bestattungen dürfen nur im engsten Familienkreis abgehalten werden. 

Hotelbetriebe können weiterhin geöffnet bleiben und ihre Hotelgäste auch bewirten. Es gelten dafür ebenfalls die verschärften Hygienebestimmungen und die Einhaltung der sozialen Distanz gemäss dem Bundesamt für Gesundheit. Es dürfen nur Gäste bewirtet werden, die im selben Hotel auch übernachten. Betriebskantinen dürfen offen bleiben, sofern sie keine externen Gäste bewirten.