Das KMU-Zentrum Graubünden

Hilfe bei der Realisierung von Innovationen

Innovation ist nicht nur, ein weltweit einmaliges Produkt oder Anwendung zu entwickeln – Innovation ist bereits die Verbesserung eines Unternehmensbereichs. Das sagt Nico Tschanz, Leiter des KMU-Zentrums Graubünden. Dieses will den Bündner Unternehmen helfen, innovativ zu sein.

Von René Mehrmann Do, 27.06.2019

«Es gibt viele Unternehmer in Graubünden, die vorwärtskommen und innovativ sein wollen», sagt der neue Leiter des KMU-Zentrums Graubünden, Nico Tschanz. Innovativ könnten auch nicht nur grosse Unternehmen wie etwa die Ems-Chemie oder Hamilton sein, die beide als Vorzeigebeispiele für Innovation im Kanton gelten. «Innovation ist die Verbesserung eines Bereichs, zum Beispiel eines Arbeitsablaufs, in einem Betrieb», so Tschanz weiter. Das könne sich auch ein kleines oder mittleres Unternehmen leisten.

Es gibt aber auch Hürden, die Innovationen in einem Betrieb durchaus erschweren können. Oft sei dies das Daily Business, so Tschanz. «Gerade bei kleineren und mittleren Betrieben sind die Unternehmer stark mit dem täglichen Geschäft beschäftigt». Es fehle dann an der Zeit, um kreative Ideen zu entwickeln, Abläufe zu überdenken und Strategien festzulegen. Das bestätigt auch Andy Zindel, Unternehmensleiter von Zindel United. «Man muss sich aus dem täglichen Geschäft ausklinken können, um innovative Ideen zu entwickeln», sagt er (lesen Sie hier/Verweis auf Artikel zu Zindel United).

 

 

Hilfe, um Hürden zu überwinden

Wichtig ist für einen Unternehmer auf jeden Fall, dass er den Willen hat, innovativ zu sein. Das sei schon mal eine gute Voraussetzung, ist Tschanz überzeugt. Und hier komme das KMU-Zentrum ins Spiel, denn dessen Kernaufgabe sei es, Unternehmen im Innovationsprozess zu beraten und sie einen Schritt weiterzubringen.

«Häufig scheitern innovative Projekte nicht an den Ideen, sondern an der Realisierung», erklärt Tschanz. In diesen Fällen könne das KMU-Zentrum helfen, zum Beispiel mit der Entwicklung eines Business-Case, der Beratung zu Förderprogrammen zur Finanzierung, dem Einbezug seines Netzwerks und der Vermittlung von Experten. «Wir sehen das KMU-Zentrum als Katalysator für Innovationsförderung», sagt Tschanz, «und hier wollen wir in Zukunft noch präsenter werden.»

Tschanz, der das KMU-Zentrum Graubünden seit Anfang März dieses Jahres führt, plant in Zukunft die Veranstaltungstätigkeit zu intensivieren, um das Angebot noch bekannter zu machen. Diese Veranstaltungen sollen vermehrt auch in den Regionen stattfinden. Auch die Form der Veranstaltungen soll sich ändern – weg von reinen Vorträgen hin zu Workshops. «Damit wollen wir noch besser auf die Bedürfnisse der Unternehmer eingehen und ihnen die Möglichkeit geben, aktiv Ideen entwickeln zu können», erklärt er seine Pläne.

Das KMU-Zentrum bietet Innovationsförderung mit folgenden Angeboten (Auszug aus dem Gesamtangebot)

Das KMU-Zentrum ist die erste Anlaufstelle für KMU und Jungunternehmer aus dem Kanton, welche Neues anpacken, ihren Betrieb optimieren oder die Effizienz steigern wollen. Das KMU-Zentrum berät Bündner KMU bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen rund um Unternehmensgründung und -wachstum, Finanzierung, strategisches Management Innovation und Internationalisierung. Trägerschaft des Zentrums sind das Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden und die HTW Chur mit ihrem Schweizerischen Institut für Entrepreneurship.

Das Beratungsangebot des KMU-Zentrum umfasst:

  • Innovationsworkshop – individueller Workshop zur Identifikation von Innovationspotentialen
  • Erstberatung – Workshop zu unternehmerischen oder betriebswirtschaftlichen Fragen
  • Wissenstransfer – Erkenntnisse aus der Forschung für KMU und aus dem Netzwerk
  • Forschungsprojekt – Zusammenarbeit bei Initialisierung und Ausführung
  • Finanzierung – Auskunft oder Erstberatung zu Förderprogrammen und Finanzierungsquellen
  • Studienprojekte – Studenten der HTW erarbeiten ein Konzept/Teilkonzept
  • Experten – Wir vermitteln aus unserem Netzwerk Expertise zu Innovationsthemen

Sprechstunde – telefonische Auskunft zu den Möglichkeiten der Unterstützung