Grossbestellung des Bundes

Hamilton liefert 900 Beatmungsgeräte

Der Bund reagiert auf die Verbreitung des Coronavirus und beschafft bei Hamilton Medical in Domat/Ems 900 Beatmungsgeräte. Damit sollen Engpässe in Schweizer Spitälern vermieden werden. Die Auslieferung der Geräte hat bereits begonnen.

Von Redaktion GRimpuls Di, 24.03.2020

Aktuell gibt es in der Schweiz rund 1200 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten. Das Medizintechnikunternehmen Hamilton Medical hat nun vom Bund einen Grossauftrag über weitere 900 Beatmungsgeräte erhalten, wie das Unternehmen mitteilt.

Die ersten 50 Geräte wurden bereits letzte Woche ausgeliefert. Ein Teil davon wurde per Helikopter ins Tessin geflogen. Diese Woche sollen 200 weitere Geräte ausgeliefert werden.

Produktionskapazität erhöht

Um den Auftrag so rasch als möglich ausführen zu können, habe Hamilton Medical die Produktionskapazität erheblich ausgeweitet. «Wir werden die Produktion bis Ende April verdoppeln und rund 500 Geräte pro Woche herstellen», wird CEO Jens Hallek in der Mitteilung zitiert. Zudem müsse man die Verfügbarkeit von Verbrauchsmaterialien wie Sensoren sicherstellen, ohne die die Geräte nicht betrieben werden könnten, so Hallek weiter.

Der Bund hat Transport-Intensivbeatmungsgeräte vom Typ Hamilton-T1 bestellt. Diese würden sich für den Einsatz innerhalb und ausserhalb von Intensivstationen eignen, heisst es in der Mitteilung. Die gleichen Geräte würden auch von der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) in ihren Ambulanzjets eingesetzt.

Aufträge aus dem Ausland

Neben der Grossbestellung aus der Schweiz erhält Hamilton Medical auch zahlreiche Auftrage aus vielen weiteren Ländern. Laut Hallek verfüge das Unternehmen noch über genügend Zulieferteile. Für die kommenden Monate werde die ausreichende Verfügbarkeit von Zulieferteilen aber eine grosse Herausforderung.