Der Kanton Graubünden erhöht den Beitragssatz von 50 auf 75 Prozent.

Härtefallhilfen werden erhöht

Die wirtschaftlichen Einbussen, welche Unternehmen aufgrund der behördlichen Corona-Massnahmen entstehen, werden neu besser entschädigt. Dazu hat die Bündner Regierung den Beitragssatz erhöht. Ausserdem hat sie weitere Anpassungen an den Härtefallmassnahmen beschlossen.

Von Redaktion GRimpuls Di, 23.02.2021

Der Kanton entschädigt Gewerbetreibende, die während der Coronapandemie einen Umsatzverlust erlitten haben, neu mit 75 Prozent der wirtschaftlichen Einbusse. Dies entspreche grundsätzlich dem Fixkostenanteil des Umsatzverlusts, heisst es in einer Mitteilung der Standeskanzlei Graubünden.

Unternehmen, die bereits ein Gesuch um Härtefallhilfe eingereicht haben, müssen kein neues Gesuch einreichen. Der neue Beitragssatz werde ab sofort angewandt, heisst es in der Mitteilung weiter. Unternehmen, die bereits Beiträge erhalten haben, wird der zusätzliche Beitrage automatisch nachbezahlt. Auch sie müssen kein neues Gesuch einreichen.

Weitere Verbesserungen

Verbesserungen gibt es auch für Unternehmen, die nur teilweise geschlossen sind. So können Betriebe, die nur teilweise geschlossen sind und die Umsatzverlustschwelle nicht erreichen, verlangen, dass diese Schwelle nur für die geschlossene Sparte betrachtet wird. Das gilt beispielsweise für eine Bäckerei mit Gastronomie, wo nur die Gastronomie behördlich geschlossen ist, oder ein Hotel mit Restaurant, das ebenfalls keine externen Gäste bedienen darf.

Neu muss in der behördlich geschlossenen Sparte nur noch ein Umsatzverlust von 15 Prozent und nicht mehr von 40 Prozent nachgewiesen werden. Neu ist zudem, dass ein Unternehmen, welches seinen Umsatz zu mindestens 70 Prozent in einem geschlossenen Bereich erzielt, als vollständig geschlossen betrachtet wird, schreibt die Standeskanzlei.

Kurz vor Abschluss sind auch die Vorbereitungsarbeiten für die Umsetzung der Entschädigung des Detailhandels. Grundsätzlich gelten dieselben Regeln wie für die anderen Branchen. Zur Ermittlung des Umsatzverlusts werde beim Detailhandel die Phase vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021 betrachtet, heisst es in der Mitteilung. Allerdings muss der Detailhandel mit der Einreichung der Gesuche noch rund zwei Wochen zuwarten, da der Kanton eine neue Informatiklösung für die Härtefallhilfen implementiert. Damit könnten die Auszahlungen schneller erfolgen.