Der Transportumsatz der Bündner Bergbahnen ist schon fast wieder auf dem Niveau von 2019.

Guter Saisonstart für die Bergbahnen

Nach einem Minus von knapp 23 Prozent im vergangenen Jahr hat der Transportumsatz der Bündner Bergbahnen von Saisonbeginn bis zum 31. Dezember 2021 beinahe wieder das Niveau von 2019 erreicht.

Von Redaktion GRimpuls Mo, 03.01.2022

Trotz Corona und der nicht immer idealen Wetterbedingungen seien vor allem die inländischen Gäste Graubünden treu geblieben, wie Bergbahnen Graubünden mitteilt. Gemäss dem Bergbahnmonitor der Branchenorganisation haben 28,6 Prozent mehr Gäste als in der Vorjahresperiode und 23,2 Prozent mehr als im Fünfjahresdurchschnitt den Schneesport in den Bündner Bergen genossen. Bei den Transportumsätzen sei ein Plus von 27,8 Prozent zu verzeichnen.

Positiv haben sich auch die Gastronomieumsätze entwickelt, wie Bergbahnen Graubünden weiter schreibt. Dies erstaune jedoch nicht, da die Gastronomie in der Vergleichsperiode des vergangenen Winters geschlossen gewesen sei.

Die positive Entwicklung stamme zu grossen Teilen aus der Zeit vor Weihnachten und sei primär auf die hervorragenden Schneesportbedingungen, die vorzeitigen Schulferien in einigen Kantonen und die Möglichkeit, das Feriendomizil als Home Office zu nutzen, zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die eigentlichen Festtage seien durchschnittlich verlaufen. Grund dafür war das mässige Altjahreswetter. Der Jahreswechsel habe sich dann versöhnlich gezeigt, was sich in einem erhöhten Gästeaufkommen niederschlug.

Bewährte Strategie

Gemäss Martin Hug, Präsident von Bergbahnen Graubünden, habe das Verhalten der Gäste gezeigt, wie wichtig gerade auch in der Coronazeit Bewegung in der freien Natur sei. «Die Gäste zeigten sich sehr diszipliniert, würdigten durch ihr eigenverantwortliches Handeln die Schutzkonzepte und zeigten sich dankbar für die Möglichkeit eines geordneten und gelenkten Schneesporterlebnisses», wird Hug zitiert.

Für die Bergbahnbranche sei es wichtig, dass sich die öffentliche Hand nicht alleine von den Fallzahlen leiten lasse, sollten in den nächsten Tagen oder Wochen weitere Massnahmen notwenig sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Primär sollen Massnahmen auf die Auslastung der Intensivpflegeplätze abgestützt werden, so Bergbahnen Graubünden. Man sei bereit, flexibel auf die epidemiologische Lage zu reagieren.