Die Bündner Bauwirtschaft spürt die Coronakrise

Einbruch im Baugewerbe

Die Bauaufträge und die Bautätigkeit in Graubünden sind im Zuge der Coronakrise im ersten Semester 2020 deutlich zurückgegangen. Während im Tiefbau die Rückgänge moderat sind, musste die Baubranche vor allem im Wohnungsbau deutliche Einbussen verzeichnen

Von Redaktion GRimpuls Mo, 21.09.2020

Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen betrug im ersten Semester des laufenden Jahres gut 527 Millionen Franken. Es liege mit minus 20.6 Prozent deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert, wie der Graubündnerische Baumeisterverband in einer Mitteilung schreibt.

Besonders massiv, aber wenig überraschend seien die Auswirkungen auf die Auftragseingänge im Wohnungsbau und im gewerblich-industriellen Hochbau gewesen. Im Wohnungsbau sanken die Auftragseingänge um knapp 48, im übrigen Hochbau um knapp 39 Prozent.

Deutlich geringer fiel der Rückgang mit minus 4.8 Prozent im Tiefbau aus, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die unterschiedlichen Auswirkungen auf die einzelnen Sparten zeigten auf, dass die primär von der öffentlichen Hand nachgefragten Bauleistungen im Tiefbau in Krisenzeiten eine noch grössere volkswirtschaftliche Bedeutung hätten als ohnehin schon.

Der Gesamtbestand an Arbeitsvorräten Betruf per 30. Juni 557 Millionen Franken. Das entspreche einer Abnahme von gut 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Bestand an Arbeitsvorräten lasse für das zweite Semester aber die Erwartung zu, dass sich der Rückgang der Bautätigkeit bis Ende Jahr etwas abschwächen dürfte, schreibt der Baumeisterverband weiter.