Gästebefragung erklärt die Rekordsaison im Schweizerischen Nationalpark.

Doppelt so viele Gäste im Sommer 2020

Über 50 Prozent mehr Gäste konnte der Schweizerische Nationalpark im Sommer 2020 verzeichnen als im Vorjahr. Dank einer Gästebefragung ist bekannt, warum so viel mehr Gäste den Park besuchten.

Von Redaktion GRimpuls Do, 28.01.2021

Während viele Branchen unter der Coronapandemie leiden, hat der Schweizerische Nationalpark (SNP) davon profitiert. 20 Prozent der vom SNP befragten 1200 Personen gaben an, dass sie ohne die Pandemie nicht in die Nationalparkregion gekommen wären. Und rund die Hälfte gab an, dass Covid-19 bei der Entscheidung, die Nationalparkregion zu besuchen, eine gewisse oder grosse Rolle gespielt habe. Das schreibt der SNP in einer Mitteilung.

Während in vergangenen Jahren mehr als 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland angereist seien, stammten 2020 über 92 Prozent der Befragten aus der Schweiz. Hochgerechnet auf die gesamten Besucherzahlen hätten etwa 50'000 mehr Schweizerinnen und Schweizer den SNP besucht, heisst es in der Mitteilung weiter. Dafür verzeichnete der Park rund 8000 weniger Gäste aus dem Ausland.

Einfluss von Covid-19 auf die Entscheidung die SNP-Region zu besuchen

Neue und jüngere Gäste

Einen besonders starken Anstieg verzeichnete der SNP im Alterssegment der 21- bis 40-jährigen Besucher. Im Vergleich zu 2012 hätten 24'000 mehr Personen dieser Altersklasse den Park besucht. 40 Prozent der Gäste gaben an, den Nationalpark noch nie beziehungsweise nicht in den letzten zehn Jahren besucht zu haben.

Auch das Interesse an geführten Exkursionen sei enorm gewesen, obwohl die Coronamassnahmen deren Durchführung erschwert habe, schreibt der SNP weiter. Insgesamt haben die SNP-Guides 334 Tagesexkursionen durchgeführt, was ein neue Rekordwert bedeutet.

Doch der grosse Besucheransturm hatte auch eine Kehrseite. Die Parkaufsicht sei stark gefordert gewesen, heisst es in der Mitteilung, da sich mehr Personen als in anderen Jahren nicht an die Schutzbestimmungen gehalten hätten.