Ein Plädoyer für freien Handel

Die Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Die Bündner Wirtschaft läuft im Moment gut, es brauche aber einige Anstrengungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das ist das Fazit der Rede von Heinz Dudli, Präsident der Handelskammer und des Arbeitgeberverbandes Graubünden, anlässlich der Generalversammlung vom Dienstag.

Von Redaktion GRimpuls Do, 08.11.2018

In der Schweiz herrsche Hochkonjunktur, hielt Dudli in seiner Präsidialansprache vor den Mitgliedern der Handelskammer und des Arbeitgeberverbandes Graubünden fest. Es werde sich aber erst noch zeigen, ob sich dieses Wachstum auch in der Wertschöpfung der Branchen, insbesondere im Bündner Tourismus wiederspiegeln könne.

Denn bereits mehren sich die Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung. Namentlich das Risiko eines eskalierenden Handelskriegs, die politische Unsicherheit und Instabilität in Europa wegen dem Wiederaufflammen der europäischen Schuldenkrise und Wechselkursturbulenzen in den Schwellenländern würden die Märkte verunsichern und könnten zu einem geringeren Wachstum führen, warnte Dudli.

Die Schweiz brauche deshalb offene Märkte. Als Kleinstaat könne sie sich nicht einfach mit Marktmacht durchsetzen, sondern sei auf die vertragliche Regelung der Marktzugänge angewiesen.

Steuerabzüge für Forschung und Entwicklung

Damit Graubünden auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, stellte Dudli in seiner Rede konkrete Forderungen an die kantonale Politik.

Um innovative Produkte mit hoher Qualität durch die Anwendung neuer Technologien herstellen zu können benötige man einerseits gut ausgebildete Fachkräfte und andererseits Investitionen in Forschung und Entwicklung. Es sei deshalb absolut notwendig, so Dudli weiter, dass die HTW Chur zu einem selbstständigen Hochschulzentrum ausgebaut werde, welches für die produzierenden Unternehmen in Graubünden die notwendigen MINT-Studiengänge anbieten könne.

Im weiteren forderte Dudli, dass die Regierung bei der Teilrevision des kantonalen Steuergesetzes im Zusammenhang mit der Steuervorlage 17 des Bundes, einen Abzug für die Kosten von Forschung und Entwicklung vorsehe sowie alles unternehmen müsse, um den flächenmässigen Ausbau des Breitbandzuganges rasche möglichst sicherzustellen.