Die persönliche Ernährung optimieren – eine innovative Plattform macht es möglich

CSEM ist Teil des EU-Projekts Nutrishield

Das Bewusstsein für gesunde Ernährung wächst. Die Plattform Nutrishield wird den Grundstein dafür legen, um das persönliche Ernährungsverhalten zu optimieren. Die Menschen – vor allem junge – sollen motiviert werden sich gesünder zu ernähren – damit die Gesundheitskosten nicht weiter wachsen.

Von Redaktion GRimpuls Mo, 19.10.2020

Weltweit hat sich die Fettleibigkeit seit 1975 verdreifacht, 2016 waren mehr als 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig, 650 Millionen Menschen müssen als fettleibig bezeichnet werden. Die gesundheitsschädigenden Folgen dieser Entwicklung für den Einzelnen – zum Beispiel Diabetes, Herzkrankheiten, Krebs oder Allergien –  aber auch eine erhöhte Mortalität (Sterbeziffer) sind besorgniserregend. Entsprechend hoch sind vor allem in wohlhabenden Ländern die Gesundheitskosten, nicht zuletzt bedingt durch Fettleibigkeit, wie das CSEM in einer Mitteilung schreibt. Mit ein entscheidender Grund für diese Situation: falsche Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung.

Nutrishield – der persönliche Ernährungscoach

Nutrishield, ein Projekt der EU, das mit Beteiligung der CSEM in Landquart entwickelt wird, will dieser fatalen Entwicklung mit einem ganzheitlichen Ansatz entgegentreten. Die mobile und interaktive Plattform Nutrishield soll Menschen – und insbesondere jüngeren Menschen – als persönlicher «Ernährungscoach» dienen und die Nutzer dazu befähigen, gesunde und nachhaltige Entscheidungen für eine personalisierte, gesunde  Ernährung zu treffen.

Dies auf der Basis von individuell erhobenen und überwachten Biomarkern (Messwerte aus Atem oder Blut u.a.) sowie der interaktiven Mitarbeit der Benutzer. Ein übergeordnetes Ziel des herausfordernden EU-Projekts ist es, die ernährungsbedingten Gesundheitsstörungen zu verringern und damit auch die Sicherheit der Lebensmittel zu garantieren, heisst es in der CSEM-Mitteilung weiter.

Dank dem Zusammenführen von vielen relevanten wissenschaftlichen Fakten auf dieser Datenbank wird es dem einzelnen Konsumenten möglich sein, nachzuvollziehen, wie sich die Einnahme eines Lebensmittels auf seine biologischen Prozesse im Körper auswirken – denn Menschen reagieren unterschiedlich auf einzelne Inhaltsstoffe, welche in Lebensmitteln vorhanden sind.

Das Projekt Nutrishield unterstützt die Bevölkerung bei der Zusammenstellung einer gesunden Ernährung. (Bild Shutterstock/zVg)

 

Das persönlich Ernährungsverhalten sichtbar machen

Der Markt für mobile Gesundheits- und Fitness-Apps entwickelt sich stark, nicht zuletzt darum, weil sich immer mehr Menschen der Bedeutung von gesunder Ernährung bewusst werden. Darum wollen sie Instrumente nutzen, um sich im Dschungel des riesigen Lebensmittelangebots mit seiner Fülle an oft irreführenden Informationen (Zutaten, Zertifizierungen, Nährwerte und dergleichen) zurechtzufinden.

Das Projekt Nutrishield ist ein solches Instrument, das darauf abzielt, eine faktenbasierte und sichere Datenbank mit wissenschaftlich fundierten Schlüsselkennzahlen aufzubauen, welche zur Personalisierung der Ernährung des Einzelnen dient.

Jeder Nutzer wird über das Nutrishield-App auf alle Daten der Plattform zugreifen können, wo Messwerte und validierte Daten einfach und verständlich beschrieben werden. Auf spielerische Art und Weise werden den Konsumenten Ergebnisse des persönlichen Ernährungsverhaltens sichtbar gemacht werden. Der Einzelne wird demnach nachvollziehen können, wie sich seine Ernährungswahl auf die wichtigen Biomarker und damit auf seine Gesundheit auswirken wird.

Das ist das Projekt Nutrishield

Infobox

Das EU-Projekt Nutrishield  startete am 1. November 2018 und soll bis 31. Oktober 2022 laufen. Die EU hat dafür ein Gesamtbudget von 8,5 Millionen Euro veranschlagt. Am Projekt beteiligt sind 16 führende europäische Forschungs- und akademische Institutionen, Branchen und KMU aus den Bereichen Ernährung, Medizin, Biologie und IT beteiligt. Geführt wird das internationale Konsortium vom Ingenieurbüro Alpes Lasers in Neuchatel, einem Unternehmen, das mit der CSEM zusammenarbeitet.