Churer Hotellerie begegnet dem historischen Tief bei den Übernachtungszahlen mit einer Gästekarte.

Corona trifft Churer Hotels hart

Die Coronapandemie hat die Churer Stadthotellerie stark getroffen. Die Churer Hotels verzeichnen kantonsweit mit Abstand am meisten Einbussen. Um aus diesem Tief wieder herauszukommen, lancieren die Hotels neue Angebote. Ein erster Schritt ist die Gästekarte, die gemeinsam mit Chur Tourismus lanciert wird.

Von Redaktion GRimpuls Mi, 17.03.2021

Insgesamt verzeichneten die Churer Stadthotel im vergangenen Jahr Logiernächte-Einbussen von 44 Prozent. Noch schwächer zeigte sich der Start ins laufende Jahr, wo im Januar und Februar jeweils ein Minus von 70 Prozent resultierte, wie Chur Tourismus in einer Mitteilung schreibt.

Um diesem Tief entgegenzuwirken, möchte man nun mit neuen Angeboten, wieder Gäste gewinnen, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein erster Schritt dazu ist die am 1. März lancierte neue Gästekarte. 

Die Vorarbeiten für diese Gästekarte seien schon seit einer Zeit vorangetrieben worden. «Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Gästekarte den Nerv der Zeit getroffen haben», zeigt sich Chur-Tourismus-Direktorin Leonie Liesch überzeugt. Und Kurt Künzli, Gastgeber im Hotel ABC und Präsident der Sektion Chur von HotellerieSuisse ergänzt: «Ich habe mir schon lange eine Gästekarte für Chur gewünscht.»

Kurt Künzli, Präsident HotellerieSuisse Sektion Chur, Stadtpräsident Urs Marti und Chur-Tourismus-Direktorin Leonie Liesch (von links) präsentieren die neue Gästekarte für Chur. (Bild Chur Tourismus)

 

Viele Vorteile mit der Gästekarte

Die Gästekarte Chur bieten den in Churer Hotels abgestiegenen Gäste einige Vorteile. So können die Übernachtungsgäste die öffentlichen Churer Verkehrsmittel kostenlos benutzen, mit den Chur Bergbahnen den Hausberg Brambrüesch besuchen, den kantonalen Museen einen Besuch abstatten und in die Bäder der Sport- und Eventanlagen Obere Au in Chur eintauchen.

Zudem erhalten Besitzer der Gästekarte zusätzliche Vergünstigungen, zum Beispiel in der Viamala-Schlucht, im Heididorf und im Bahnmuseum Bergün. 

Die Gästekarte sei vorerst als dreijähriges Pilotprojekt lanciert und soll laufend mit weiteren vergünstigten und saisonalen Freizeitangeboten ausgebaut werden, schreibt Chur Tourismus. Nach drei Jahren soll die Karte in ein nachhaltiges und gästeorientiertes Produkt überführt werden. Finanziert werden die Leistungen der Karte durch die übernachtenden Gäste, welche pro Logiernacht einen Zuschlag von 55 Rappen bezahlen müssen.