Kürzere Transportzeiten und schnellere Verarbeitung

Baustart für das Paketzentrum in Untervaz

Mit dem Spatenstich hat heute Freitag die Post die Bauarbeiten für ein neues Paketzentrum in Untervaz gestartet. Dieses entsteht im Industriegebiet Wingertli auf einer Fläche von 25000 Quadratmetern.

Von René Mehrmann Fr, 05.04.2019

Das neue Zentrum in Untervaz ist eines von insgesamt drei neuen regionalen Paketzentren in der Schweiz. Mit dem Zentrum Untervaz, dessen Sortierkapazität auf 8000 Pakete pro Stunde ausgelegt sei, erhöhe die Post ihre Leistung deutlich, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Mit der Investition zeige die Post ausserdem ihr Engagement für die ganze Südostschweiz.

Kürzere Wege

Die neuen regionalen Paketzentren sollen die drei bestehenden grossen Zentren in Daillens, Härtungen und Frauenfeld entlasten. Dies weil die Post Pakete direkt in den jeweiligen Regionen sortieren und auch zustellen kann. So entfalle in Zukunft der Umweg über das Paketzentrum Frauenfeld für Pakete, die in Graubünden aufgegeben und in Graubünden zugestellt werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

«Kundinnen und Kunden möchten ihre Pakete immer schneller erhalten», führte Dieter Bambauer, Leiter Post Logistisch und Konzernleitungsmitglied der Post aus. «Mit dem Bau der neuen Paketzentren wird die Post diesem Bedürfnis gerecht. Die Investition von rund 50 Millionen Franken in Untervaz ist wichtiger Bestandteil dieser Strategie», so Bambauer weiter.

So werden die Pakete zukünftig in der Südostschweiz verteilt, wenn das neue Paketzentrum in Untervaz in Betrieb ist. (Grafik Post)

 

Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort

Für den Bündner Regierungsrat Marcus Caduff zeige die Post mit der Investition in Untervaz auch ihr Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Graubünden, wie er am Spatenstich ausführte. «Der Bau des neuen Paketzentrums fördert die Qualität des Service public in unserem Kantons», so Caduff.

Die Post sichere Arbeitsplätze und bringe Knowhow in der Zukunftsbranche Logistik. Davon, so Caduff weiter, profitiere die ganze Region. Ausserdem würde auch die Umwelt profitieren, wenn Pakete für Graubünden künftig in Graubünden blieben und nicht mehr nach Frauenfeld transportiert werden müssten.

Regierungsrat Marcus Caduff, Dieter Bambauer, Leiter Post Logistisch und Martin Frei, Baufachchef der Gemeinde Untervaz (von links), geben den Startschuss zum Bau des Paketzentrums. (Bild Post)

 

Schneller beim Kunden

Der Bau der regionalen Paketzentren ist für die Post ein wichtiger Schritt, um die steigenden Paketmengen auch künftig effizient verarbeiten zu können. Gleichzeitig würden die neuen Zentren auch dazu beitragen, den veränderten Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden gerecht zu werden, wie die Post schreibt.

2018 verarbeitete die Post über 138 Millionen Pakete, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Prozent entspreche. Die Post plant deshalb noch weitere Paketzentren in anderen Regionen. Wo diese zu stehen kommen, stehe heute noch nicht fest.