Weiterhin Arbeitsbewilligungen für ausländische Arbeitnehmer

Ausländerzulassung im Umfeld von Corona

Von Handelskammer und Arbeitgeberverband Graubünden Do, 02.04.2020

Die Regierung des Kantons Graubünden hat beschlossen, dass sämtliche ausländischen Arbeitnehmenden, die in einem Betrieb im Kanton Graubünden (oder in einer Betriebsstätte) arbeiten werden, auch im Umfeld von Corona weiterhin eine Arbeitsbewilligung erhalten. Beim Amt für Migration und Zivilrecht ist eine Zusicherung zu beantragen, die dann von den Arbeitgebenden an die Arbeitnehmenden zu schicken ist.

Mit dieser Zusicherung kann die ausländische Person die Grenze passieren. Ebenfalls werden bei kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen wie bis anhin entsprechende Bestätigungen durch das KIGA ausgestellt. Diese Bestätigung im Meldeverfahren berechtigt ebenfalls zum Grenzübertritt. Das bisherige direkte Anmeldeverfahren ist in Berücksichtigung der Grenzkontrollen nicht mehr möglich. Bei Betrieben, die gemäss den bekannten Regelungen des Bundes eine Tätigkeitsverbot haben, kann keine Bewilligung für eine Arbeitskraft erteilt werden.

Nicht mehr bewilligt werden sämtliche Einreisen für einen erwerbslosen Aufenthalt. Dies betrifft vor allem die Familien der ausländischen Arbeitnehmenden. Die Einreisen im Familiennachzug werden – auch aus dem EU-/EFTA-Bereich – nicht mehr bewilligt. Die Verlängerung von Bewilligungen bei Familienangehörigen, die sich bereits hier aufhalten, ist selbstverständlich weiterhin möglich.